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KrankheitsentstehungDie pathologischen (= krankheitsbedingten) Veränderungen bei PH werden durch Trigger (= Impulse, die bestimmte Vorgänge auslösen) herbeiführt. Diese sind zwar noch nicht erschöpfend bekannt, dennoch konnten einige kausale Mechanismen identifiziert und zugeordnet werden.Bei der Hälfte der Patienten mit familiärer PAH und einem Viertel der Patienten mit idiopathischer PAH sind Mutationen eines Gens (BMPR2, ALK1) identifiziert worden (Lane, Machado et al. 2000; Thomson, Machado et al. 2000; Machado, Pauciulo et al. 2001, Humbert and Trembath 2002). Für den erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf, dem sogenannten kleinen Kreislauf, sind drei Mechanismen verantwortlich:
Es scheint eine Störung des normalen Gleichgewichtes zwischen den gefäßverengenden Mediatoren (Endothelin und Thromboxan A2) und den gefäßerweiternden Mediatoren (Stickstoffmonoxid und Prostazyklin) vorzuliegen. Mediatoren sind Wirkstoffe, die nicht wie Hormone von Organen, sondern von verschiedenen Geweben bzw. Zellen im Rahmen physiologischer Vorgänge oder bei pathologischen Prozessen gebildet und abgesondert (sezerniert) werden. Das Endothel, eine dünne Zellschicht, die die Wand aller Blutgefäße auskleidet und die glatte Muskulatur schützt, versagt. Dieser Mechanismus wird „endotheliale Dysfunktion“ (Störung) genannt. Während beim Gesunden das Endothelin–System nur eine geringe Aktivierung aufweist, sind die Synthese (= Vorgang der Zerlegung einzelner Teile des Ganzen und deren veränderte Rekombination) und die biologischen Effekte von Endothelin bei Patienten mit Lungenhochdruck verstärkt. Gleichzeitig ist die Synthese der gefäßerweiternden Substanz, Prostazyklin, stark reduziert. Ferner kommt es zum vermehrten Abbau vom zyklischen GMP (cGMP = zellulärer Botenstoff), welches Signale, wie z.B. Gefäßerweiterung und Verminderung von Gewebsvermehrung, an die Zellen vermittelt. |
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